Sie sind hier: Meditation Aktuell  
 Meditation
Aktuell
Benutzung Archiv
Archiv
Meditationslogo
Meditationsjahrgänge
Gebet
Ökumene
Bildbetrachtung
Kirchenfenster
Gedanken aus der Seele
Projekt Unmittelbar
Vorhaben Ziel
Projekt Start Tag

LEBENSLABEL

Neues Format

download
Neues Format [151 KB]

Lebenslabel


 

Foto: Udo Manshausen

 

„Höfliche Bescheidenheit

Nicht nachsalzen, nachzuckern, aufwärmen, es sei denn, du bist mit der Küchenarbeit beauftragt.

(Als der kleine Mönch die Suppe schlecht zubereitet fand.)“

Madeleine Delbrêl
(
Madeleine Delbrêl, Der kleine Mönch, mit Zeichnungen von Thomas Plaßmann, 5. Aufl., Freiburg/Basel/Wien 2007, 12)

 

„Höfliche Bescheidenheit

Nicht nachsalzen, nachzuckern, aufwärmen, es sei denn, du bist mit der Küchenarbeit beauftragt.

(Als der kleine Mönch die Suppe schlecht zubereitet fand.)“

Madeleine Delbrêl
(
Madeleine Delbrêl, Der kleine Mönch, mit Zeichnungen von Thomas Plaßmann, 5. Aufl., Freiburg/Basel/Wien 2007, 12)

 

Welches Label könnte das eigene Leben zutreffend ausdrücken? Es geht dabei um die ‚ureigene Marke’. Einen Patentschutz dafür benötigen wir nicht, da das eigene Wesen nicht kopiert werden kann – wenn überhaupt, so könnte es nur kümmerlich nachgeahmt werden.
Gott, der Schöpfer allen Lebens, stellt Mose sein Label vor, als dieser Gott fragt, wer er denn sei: „Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin der «Ich-bin-da».“ (1) Im Hinblick auf die eigene Identitätssuche lässt sich damit die Frage verbinden: ‚Sind wir derzeit so da, wie es in uns angelegt ist?’
Bei der Spurensuche nach unserem Selbst, sollte es nicht darum gehen, Herausragendes zu markieren. Im Jahre 1966 vertrat John Lennon die Ansicht, dass ‚The Beatles’ populärer geworden seien als Jesus Christus. (2) Ja, und?
Was wird ein weiser Mensch demjenigen antworten, der über sich selbst gerne wissen möchte, wer er ist und diesen Seher fragt: ‚Weißt Du, wer ich bin.’ Seine Antwort wird lauten: ‚Das kannst Du letztlich nur selbst ‚wissen’, wenn du ein Leben lang in dich hineinschaust. Der Mitmensch kann dir lediglich bei der Suche helfen und dich davor bewahren, in eine gänzlich falsche Richtung zu laufen.’
Ein wichtiger Hinweis dabei kann der folgende Gedanke sein: ‚Ich bin ein Geschöpf und daraus kann ich mein Dasein schöpfen.’

„Herr,
wir möchten dich heute nicht so sehr um etwas bitten.
Wir wollen diesmal nicht etwas von dir bekommen und
Sagen deshalb auch nicht: ‚Gib uns dies und das!’
Sondern wir beten zu dir, dass du unsere Augen für das öffnest,
was du uns schon längst geschenkt hast.
Wir übersehen an uns selber und in unserer Welt vieles,
wofür wir dankbar sein können.
Über manche Fähigkeiten bei uns wissen wir gar nichts.
Für das, was wir übersehen haben, und die glücklichen Augenblicke
in unserem Alltag sagen wir Dank.
Nimm unsere einfachen Worte als den Versuch, dich zu preisen.
Amen.“ (3)
Johannes Degen



U*D*O*-*M*A*N*S*H*A*U*S*E*N

(1) Ex 3,14a; Einheitsübersetzung nach Universität Innsbruck.
(2) Vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Popul%C3%A4rer_als_Jesus.
(3) Johannes Degen (1941-2022), in: Ja zu jedem Tag. Biblische Texte, Gebete und Betrachtungen, Hgg. J. Feige/R. Spennhoff, Stuttgart 1977, 24.

 

download
Lebenslabel [383 KB]

 

soeben erschienen

Gott wirft keine Bomben

 

soeben erschienen:

Ermordete Wahrheit

 

soeben erschienen:

Kämpfe in der Seele

 

soeben erschienen:

Gott - Auf dem Weg zu Dir

Wochenmeditation