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Erkrankung und Sinnfindung

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Ich ohne Mittelpunkt

Ein Hörstück von Udo Manshausen

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Auweia

Leitgedanke für die Woche

Ist es für Sie von Bedeutung, dass Ihre Verdienste hervorgehoben werden?

Aus dem Gedankengut der Wüstenväter

Evagrius Ponticus: „Gegen den Dämon, der mir mit absoluter Versprechung androht: ‚Ich werde dich zum Schandfleck und zum Gespött inmitten aller Mönche machen, da du sämtliche Arten beschmutzter Gedanken untersucht und enthüllt hast.’ 1 Kön 21,11: ‚Es soll genügen! Der Bucklige rühme sich nicht wie der Aufrechte!’“*

Impuls

Bei Beerdigungen und Ehrungen werden die Menschen gelobt und das Ungute an ihren Gedanken und Handlungen wird zu diesen Zeitpunkten völlig ausgeblendet, so als gäbe es nicht auch das Unanständige und Desaströse des im Mittelpunkt stehenden Menschenkindes. Es kann nur etwas ausgeblendet werden, das vorhandengewesen ist.
Was hat der Mensch nicht alles geleistet – ohne Frage! Oftmals aktivieren wir unsere Ehrfurcht gegenüber Fassaden menschlicher Rollen, so als müssten diese mit Jubel hervorgehoben werden. In Wahrheit werden diese Rollen vornehmlich durch ein Knochengerüst gestützt. Während uns die Menschen zujubeln und wir selbst versuchen, uns durch die Berichte unserer großen Taten hervorzutun, erinnern uns die kritischen Geister in unserem Innern, wie erbärmlich, verlogen und triebhaft wir gewesen sind, und wir wissen darum, dass solches nicht aufhören wird.
Evagrius erinnert seine Mitbrüder daran, dass uns die Dämonen nur erpressen können, wenn wir nach außen hin ein ehrwürdiges Bild von uns malen wollen, das nicht der Wirklichkeit entspricht. Dabei bleibt die Frage offen, ob es überhaupt einen Aufrechten geben kann. Womöglich ist es aufrichtender, den Hochmut ganz beiseitezulassen.
Manche stellen ihre Lebensleistung ins blendende Licht, indem sie betonen, dass sie das Großartige in ihrem Dasein nur mit göttlicher Hilfe haben schaffen können. Doch – warum wird Gott nicht der Wahrheit gemäß ausgezeichnet! Die Urkunden und Medaillen sind von Menschenhand gemacht und doch erfüllt die Übergabe manchen mit anrührendem Stolz. Die Freude über die Zeremonie der Ehrung dauert nur wenige Augenblicke, bevor die Dämonen wieder die unguten Taten und schmutzigen Gedanken in Erinnerung bringen. Die Siegeskränze verwelken auf den Gräbern und allein der Name mit dem Anfang und dem Ende des persönlichen Daseins hat Platz auf dem Grabstein.
Ausschließlich im Alleinsein können wir uns hineinbegeben in die menschenleere Wüste und die wirklich erhebende Erfahrung machen, dass wir einzig sind und dass diese Einzigartigkeit keiner Hervorhebung unter den anderen Einzigartigen bedarf, da es keine Steigerung zu diesem Erleben geben kann. Die Ehrungen verlieren sich ausschließlich in der Asche der Illusion. Was wird Gott uns antworten, wenn wir ihm unsere Erfolge präsentieren? Wie wird Gott reagieren, wenn wir ihm unser Versagen zur gemeinsamen Betrachtung übergeben? Er wird aus unserer Einzigkeit ein Wir machen.

Selbsterkenntnis

Das Individuelle wird bei Fehlern hervorgehoben. Immerhin darf ich da einzigartig sein.

Aus dem Leben der Wüstenväter

„Ein Bruder pflegte sich um so mehr zu freuen, je mehr ihn ein anderer schmähte oder verlachte. Denn er sagte sich: Das sind die Leute, die uns Gelegenheit zur Vervollkommnung geben. Die uns aber lobpreisen, die verwirren unsere Seelen. Denn es steht geschrieben: ‚Die dich selig preisen, die betrügen dich!’ (Jes 3,12).“**

U*D*O*-*M*A*N*S*H*A*U*S*E*N

* Antirrhetikos, Traurigkeit Nr. 25, übers. v. U. Manshausen a. d. Griech. n. Frankenberg, 507; Septuaginta deutsch. Das griechische AT in dt. Übers., hrsg. v. W. Kraus / M. Karrer, Stuttgart 2010, Buch der Könige ** Weisung der Väter, übers. v. Bonifaz Miller, Trier 1986, 353

 

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