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Meditation der Vorwoche

Kämpfe in der Seele Liebe Leserinnen und Leser! Das Thema Tugenden und Laster" gehört sicher nicht zu den Lieblingsthemen der Menschheit. Das liegt nicht nur daran, dass wir dabei in den Bereich des Gewissens vordri...



Erkrankung und Sinnfindung

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Ich ohne Mittelpunkt

Ein Hörstück von Udo Manshausen

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Gott - Auf dem Weg zu Dir

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Liebe Leserinnen und Leser!

Das Thema ‚Tugenden und Laster’ gehört sicher nicht zu den Lieblingsthemen der Menschheit. Das liegt nicht nur daran, dass wir dabei in den Bereich des Gewissens vordringen müssen, den wir doch bisher ganz gut haben abschirmen können. Es erscheint uns vor allem anstrengend, sich korrekt oder anständig verhalten zu sollen. Den Gefühlen freien Lauf zu lassen, macht ja auch mehr Spaß!

Wenn wir uns jedoch in einen stillen Raum begeben, unsere Aufmerksamkeit für Momente ganz nach innen wenden, können wir allmählich erahnen, was uns belastet. Wir selbst ringen schon lange um Erkenntnis und kämpfen gegen unsere dunklen Gefühle an, die sowohl uns selbst als auch andere im Visier haben. Wir kämpfen anhaltend auf vielfältige Weise, wobei das Kampfgetümmel zu einem großen Teil in unserer Seele stattfindet: Seelenkampf.

Um die vielfältigen Anlässe unserer Kämpfe in der Seele und dem ‚Kampfgeschehen’ an sich wird es in diesem neuen Projekt gehen.
Was Ihnen dabei auf jeden Fall in Aussicht steht, sind Erkenntnisse von Menschen, die in unserem Zeitalter nicht in den Büchern der Bestsellerlisten zu finden sind. Diese Quellen schlummern fast ausschließlich in den Bibliotheken und auch dort setzen diese Staub an, weil wir gar nicht um diese wissen, sodass wir genau nach ihnen suchen könnten.

Ich selbst bin zufällig bei meinen Recherchen zu ‚Tugenden und Lastern’ auf für mich neue Quellen gestoßen. Auf jeden Fall sollten Sie diese meist ‚neuen’ Weisheiten in Ihr Erkenntnisstreben miteinbeziehen, bevor Sie das Thema ‚Tugend und Laster’ womöglich für immer zu Ihren ‚Geistes-Akten’ legen werden.

Stellen Sie sich bitte innerhalb dieses Projektes ‚Kämpfe in der Seele. Von den begrenzten Tugenden’ auf einen längeren Prozess ein. Mein vorrangiges Ziel ist es nicht zu informieren, sondern persönliche Entwicklung zu initiieren und zuallererst das Nachdenken über die innere Seelenwelt wieder attraktiv zu machen.

Bleiben Sie bitte dabei tapfer – beim Anwenden der Tugend der Tapferkeit rechnet man damit, dass man verletzt werden kann und man weiß darum, dass das Standhalten im Mittelpunkt steht.

Wie gewohnt, werde ich Ihnen im Rahmen der Meditationsbriefe kleinere Themenabschnitte übermitteln.

Udo Manshausen

 

Projekt
Kämpfe in der Seele
Von den begrenzten Tugenden

 

Bildnachweis

Udo Manshausen

 

„Wir wissen, wie im Dunkel des Herzens unser schwankender Sinn in wechselnden Kämpfen und Erfolgen sich abmüht, bald bei einer glücklichen Anlage erstarkt, bald, wenn die Kräfte gebrochen sind, unter das Joch eines schlechten Lebens gebeugt wird, sich schändlichen Lastern ausliefert und das eigene Heil wegwirft. Wie oft haben wir doch gefühlt, dass die Seele in Gott erglühte, wenn die Seuche der Laster vertrieben war. Wie oft aber ist der hohe himmlische Geist nach reinen Freuden hässlichen Leidenschaften gewichen!“*

*
Die Psychomachia des Prudentius, Lateinisch-deutsch. Eingeführt und übersetzt von Ursmar Engelmann OSB, Freiburg i. Br. 1959, VV 893-902, 89.





Krieg


Zusätzlicher Meditationsbrief

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Krieg 12 [347 KB]

 

 

Teil 35

Der Mensch am Abgrund –
Bild zur Traurigkeit

Die gefahrvolle Situation, in der sich der zutiefst Traurige befindet, wird häufig übersehen, da sich der seelische Abgrund sichtbar nur für denjenigen wahrhaftig zeigt, der von ihr belagert wird. Man muss schon bewusst hinschauen, um den Menschen zu entdecken, der über dem Abgrund hängt und sich an einen Ast klammert, um nicht in die unheilbare Dunkelheit des Tödlichen hinabzustürzen.
Die Herzbluttränen können die Dunkelheit nicht erhellen und so fallen sie zu Boden. Die Sonnenblume, deren Stil kraftvoll wie ein Baum dargestellt ist, neigt ihr Licht zu dem Menschen hin, der in der Umnachtung zu verschwinden droht oder gänzlich von der tödlichen Unterwelt verschlungen zu werden. Er kann nicht mehr unterscheiden, ob sein Blick das Abendrot seines Endes oder das Morgenrot einer Zukunft mit Zuversicht wahrnimmt. Das ganze Geschehen ist von der Todesangst bestimmt. Verwirrende innere Stimmen flüstern ihm ein, dass mit dem Tod die Leiden der unsäglichen Traurigkeit aufhören werden und er von ihnen dann erlöst sei. Dafür braucht er nur noch den Ast loszulassen, an den sich in seiner Verzweiflung klammert. In dieser Lage ist es aussichtslos, zum alten Lebensboden zurückkehren zu können, da diese den tödlichen Abgrund offengelegt haben. Die tragende Zuversicht muss unterhalb des zerstörten Lebens liegen, sodass dieses gleichsam mitgetragen werden kann.
Die eigentliche Quelle des Lebensflusses befindet sich weit unterhalb der geschaffenen Dinge und kann nicht festhaltend umklammert werden, sondern ihre Ausstrahlung kann ausschließlich im Inneren spürbar aufgenommen werden. Die Sonnenblume weist mit ihren Strahlen symbolisch auf die unsichtbare Kraft hin, die uns jenseits des Abgrundes aller Dunkelheit ein tragendes Vertrauen übermitteln kann. Mit ihren Strahlen hebt die Sonnenblume den durch ein Urvertrauen getragenen Lebensfluss hervor. Die Person, die sich an den Baumstamm klammert und somit vorrangig an die bisherigen Sicherheiten und Annehmlichkeiten des Lebens ‚glaubt’, hat noch nichts von der lichtvollen Farbgebung einer vertrauensvollen Hoffnung in sein Leben aufnehmen können.
Es ist etwas anderes, in eine dunkle Tiefe gerissen zu werden, weil man es unter allen Umständen hat verhindern wollen ‚unterzugehen’, oder bewusst den Sprung in die angstvolle Dunkelheit zu wagen, um aufgefangen zu werden von göttlichem Grund. Dies kann geschehen, wenn wir Gott, dem Schöpfer allen Lebens, es zutrauen, dass er es uns ermöglichen wird, in der Dunkelheit des Daseins existieren zu können. Der Mensch neigt hingegen dazu, die Dunkelheit überhaupt nicht in sein Dasein hineinlassen zu wollen. Das kommt einem seelischen Wahnsinn gleich.

Bei der Ideensammlung für die Komposition des Bildes kam mir sofort die Sonne in den Sinn, die am Abend blutrot dem Nachthimmel weicht und am Morgen wieder aufersteht, um den Menschen das Vertrauen in einen ewigen Kreislauf des Lebens zu geben. Wenn wir von der Traurigkeit befallen und in der Folge davon von ihr besetzt werden, sind wir dazu aufgefordert, Ausschau danach zu halten und uns Rechenschaft darüber geben, was uns in unserem Dasein wirklich trägt.

 

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35 Kaempfe Seele [756 KB]

 

soeben erschienen:

Gott - Auf dem Weg zu Dir

Kämpfe in der Seele